Exkursion
Alte Elbe bei Pretzien
Der NABU Salzlandkreis lädt am Sonntag, den 31. Mai 2026, zu einer öffentlichen Exkursion an die Alte Elbe bei Pretzien ein. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Siel, Ecke Hafenstraße / Am Kleinen Damm. Die Exkursion wird von NABU-Mitglied Jens Thesenvitz geleitet. Vor Ort informiert er über die aktuelle Situation der Alten Elbe, die fortschreitende Verlandung des Altarm-Systems sowie über mögliche Maßnahmen zur Revitalisierung des Gewässers.
Ziel der Veranstaltung ist es, interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben, die Gegebenheiten vor Ort kennenzulernen und sich ein eigenes Bild von den ökologischen und wasserbaulichen Herausforderungen zu machen. Dabei sollen mögliche Entwicklungen, Chancen und auch Schwierigkeiten offen erläutert und diskutiert werden.
Die Alte Elbe bei Pretzien ist ein bedeutender Lebensraum für zahlreiche
Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig erfüllt das bestehende Umflutsystem wichtige Funktionen für Hochwasserschutz und Wasserregulierung. Die Exkursion soll helfen, diese Zusammenhänge verständlich darzustellen und den Dialog über die zukünftige Entwicklung des Gebietes zu fördern.
Der NABU Salzlandkreis freut sich über eine rege Teilnahme aller naturinteressierten Bürgerinnen und Bürger, Anwohner sowie weiterer Interessierter.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Veranstaltungsort(e)
K1296
Wer sich für großartige Ingenieurskunst begeistert, der sollte das Pretziener Wehr an der Alten Elbe nahe der Ortschaft Pretzien besuchen. Bei seiner Fertigstellung 1875 war das Pretziener Wehr das größte Schützenwehr Europas und galt seinerzeit als technische Meisterleistung. Es gewann eine Goldmedaille auf der Pariser Weltausstellung und fand sich damit auf einer Stufe mit dem Eifelturm. Noch heute schützt es Schönebeck und auch Magdeburg vor Überflutung bei Hochwasser. Bei Niedrigwasser hingegen staut sich das Wasser, welches sonst die Alte Elbe entlangfließen würde.
Ein erster Entwurf zum Bau des Pretziener Wehrs geht zurück auf eine Denkschrift des preußischen Bauingenieurs Hermann Wurffbain von 1865. Dieser leitete später auch die Bauarbeiten. Im Deutschen Technikmuseum Berlin steht ein detailgetreues Modell eines Wehrjochs im Maßstab 1:10. Die Bundesingenieurkammer zeichnete das Wehr 2015 als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland aus.




