Streiten und vertragen
Goldene Hochheit von Brigitte und Harald Bahr von Ehrenberg
Manchmal braucht es einen großen Zufall, um dem Glück auf die Sprünge zu helfen. Als Brigitte Bahr von Ehrenberg zur Geburtstagsfeier bei einer Freundin eingeladen ging, war dort auch ihr späterer Mann, Harald Bahr von Ehrenberg zu Gast - eingeladen von seinem Freund. Nachdem sie sich drei Stunden lang kennengelernt hatten, ging er um den Tisch, setzte sich neben sie, küsste sie und sagte "Und wir beide werden mal heiraten." Inzwischen feierten die Beiden Goldene Hochzeit, zu der Oberbürgermeister Bert Knoblauch die herzlichsten Glückwünsche überbrachte.
Der 74-Jährige arbeitete früher im technischen Bereich der Post, nach der Wende bei der Telekom. In seiner Freizeit sorgte er unter anderem auf Familienfeiern für die richtige Musik - und zwar von der Schallplatte oder vom Tonband. Seine Frau arbeitete 45 Jahre lang bei der Energie Mittelsachsen GmbH. In ihrer Freizeit waren sie vor allem mit der Renovierung des 1902 gebauten Hauses in Familienbesitz beschäftigt. "Das hat 20 Jahre gedauert. Wir haben das meiste in Eigenregie gemacht", berichtet die 68-Jährige nicht ohne berechtigten Stolz. Der Namenszusatz wurde den beiden übrigens für ihr Engagement von der Deutschen Adelsgesellschaft verliehen.
Das Jubiläumspaar hat einen Sohn, eine Enkelin und eine Urenkelin. Ein weiteres Urenkelkind sei unterwegs, freuten sich die Beiden. Und was ist die Basis für eine lange, gemeinsame Ehe? "Wir streiten uns und wir vertragen uns. Wir haben uns gesagt, dass wir niemals im Streit ins Bett gehen." Und daran haben sich Brigitte und Harald Bahr von Ehrenberg gehalten.




