Begleitung für Familien in schweren Zeiten gesucht
Malteser starten Hospiz-Kompaktkurs
Eine unheilbare Erkrankung oder das nahende Lebensende eines Angehörigen stellt Betroffene und ihre Familien vor große Herausforderungen. Sorgen, Ängste und organisatorische Belastungen prägen häufig den Alltag. In dieser Situation sind Menschen gefragt, die Zeit schenken, zuhören und verlässlich an der Seite der Betroffenen stehen.
Hier setzt der Ambulante Hospizdienst der Malteser an. Ehrenamtliche begleiten schwerstkranke und sterbende Erwachsene sowie deren Angehörige in schwierigen Lebenssituationen. Sie schenken Zeit, hören zu, unterstützen im Alltag und tragen dazu bei, dass Betroffene und ihre Familien sich nicht allein fühlen. Auch Familien mit Kindern profitieren von dieser Begleitung. „Oft geht es um ganz einfache Dinge: ein offenes Ohr haben, gemeinsam spazieren gehen oder einfach da sein“, sagt Gundula Heyn, Koordinatorin im Ambulanten Hospiz- und Trauerbegleitungsdienst der Malteser in Zerbst. „Diese Unterstützung schenkt Entlastung, Sicherheit und das Gefühl, in einer schweren Zeit nicht allein zu sein.“
Um weitere Menschen begleiten zu können, beginnt am 23. Oktober 2026 ein neuer Kompaktkurs für Ehrenamtliche. Auch junge Erwachsene ab 18 Jahren sind ausdrücklich angesprochen. „Menschen in existenziellen Lebenssituationen brauchen verlässliche Begleitung. In unserem Kurs qualifizieren wir Interessierte dafür, Erwachsene am Lebensende zu begleiten und Familien mit Kindern sensibel zu unterstützen“, so Heyn.
An zwei Ausbildungswochenenden erhalten die Teilnehmenden das nötige Rüstzeug für ihr Ehrenamt. Im Mittelpunkt steht die hospizliche Begleitung von Erwachsenen. Darüber hinaus werden wichtige Grundlagen vermittelt, um auch Kinder, Jugendliche und Familien in belastenden Lebenssituationen angemessen unterstützen zu können. Dabei geht es unter anderem um die Fragen:
- Wie erleben Erwachsene die letzte Lebensphase?
- Was bewegt Angehörige in Zeiten von Krankheit, Sterben und Trauer?
- Wie können Kinder und Jugendliche mit schweren Erkrankungen und Abschied umgehen?
- Wie kann ich unterstützen, ohne alles lösen zu müssen?
- Wie gelingt ein achtsamer, verlässlicher Umgang mit Betroffenen und Familien?
Wer unsicher ist, ob dieses besondere Ehrenamt zur eigenen Persönlichkeit passt, dem sei ein Informationsgespräch mit dem Ambulanten Hospiz- und Trauerbegleitungsdienst der Malteser ans Herz gelegt. Hier können Interessierte alle Fragen stellen, die sie bewegen, und sich ein Bild von den Aufgaben in der hospizlichen Begleitung machen. Der Kurs, der am 23. Oktober 2026 beginnt, vermittelt Kompetenzen für die Begleitung von Erwachsenen und eröffnet zugleich einen sensiblen Blick auf die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien in herausfordernden Lebenssituationen.
Anmeldungen zum Infoabend und/oder zum Kurs sind telefonisch möglich bei:
Gundula Heyn
(03923) 612 91 51




